Samstag, August 25, 2007




Mittwoch, August 22, 2007



Montag, August 20, 2007



Sonntag, August 19, 2007



Freitag, August 17, 2007



Mittwoch, August 15, 2007



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Sonntag, August 12, 2007



Samstag, August 11, 2007


subprime-Krise - IKB (806330) - Kommentar

Ad hoc der IKB vom 7.8.2007. Der vorangegangene Vorhang aus Wortgeklingel wird ein ganz klein wenig für den interessierten Betrachter gelüftet :
Zitat: "Nachdem die Finanzierung von Rhineland Funding derzeit nicht über Commercial Paper erfolgt, [...]"

Alle Welt schaut angespannt auf die Schuldnerqualität der US-Häuslebauer und vermutet ein Problem im Aktivgeschäft. In Wirklichkeit hat die Bank ein massives Problem in ihrem Passivgeschäft. Commercial Paper sind kurzfristige Einlagen von 30 bis 90 Tagen Laufzeit. Man hat also langfristige Hypothekendarlehen mit kurzfristigem Geld finanziert. (Das hat Rudolf Münemann in den 70er Jahren mit Industriedarlehen in Deutschland auch schon einmal gemacht. Zeitweise war er eine Größe der Finanzwelt. Als dann die kurzfristigen Zinsen anfingen zu steigen, war er innerhalb zweier Jahre sein Vermögen los. 1982 schied er freiwillig aus dem Leben. Seither wird jedem Banklehrling unmittelbar nach dem richtigen Blaupapier-Einlegen beigebracht, daß ein eherner Grundsatz im Bankgeschäft die gleiche Fristigkeit von Einlagen und Ausleihungen ist.)

Dies bedeutet, daß die KfW auch nicht die IKB gegen Risiken nur durch ihre höhere Finanzkraft "abschirmt", wie es vornehm vernebelnd in einer vorangegangenen ad hoc hieß, im Sinne einer Ausfallbürgschaft oder ähnlichem, sondern ganz konkret die 8,1 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt hat, um die nicht mehr mögliche Re-Finanzierung mittels Commercial Papers auszugleichen. Die Zinsen sind gestiegen, die Zinsen steigen weiter. Den daraus resultierenden Mehraufwand findet die IKB in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung als Kostenblock wieder.

"IKB garantiert die Liquidität der Fonds" hieß es in einer vorangegangenen ad hoc. Da dachte ich seinerzeit naiverweise an die Zurverfügungstellung von Mitteln für die Kassenführung und nicht an eine Garantie für 14,6 Mrd. Euro Refinanzierungsvolumen des Rhineland Funds und die daraus erwachsenen Zinsrisiken. Ein Prozent mehr Zinsaufwand also 146 Mio. Euro Verlust für IKB. Niemand weiß, wie hoch die effektive Zinsbelastung inzwischen ist, nachdem alle Welt sich weigert, solche Subprime-Kredit-Fonds zu refinanzieren. Niemand kennt den durchschnittlichen Zinsfuß dieser US-Hypothekenkredite. Niemand weiß, ob es sich hier um Festzins-Hypotheken oder solche mit variabler Verzinsung handelt. Wobei dieser Gesichtspunkt nur vordergründig wichtig ist.

Handelt es sich um Festzinshypotheken, hat die IKB möglicherweise über Jahre eine Zinsbelastung von 146 Mio. Euro x X% zu tragen, handelt es sich um variable Darlehen, bedeutet bereits die Zinsanhebung von z.B. 5% auf 6% für den Hypothekenschuldner eine Erhöhung seiner monatlichen Zinsbelastung um 20%. Da werden aus den AAA-Darlehen ganz schnell B- und C-Ratings und die Verluste bei der Abwicklung solcher notleidend gewordenen Kredite sind als Gegenposition zum Passivzins-Risiko abzuwägen. Eine unerfreuliche Entscheidungs-Matrix dürfte da gegenwärtig erarbeitet werden. Das Ganze ist eine Zwickmühle.

Wie immer beginnt man mit dem "Unwichtigeren" zuerst in einer guten Ad hoc. Da wird nun also auch noch eine "Rhinebridge" aus dem Ärmel gezogen und etwas von wenig bedeutend erscheinenden 80 Mio. Euro erzählt, die man ihr geliehen habe. By the way dann die Information, daß in Wirklichkeit hier ein Gesamtvolumen von 2,4 Mrd. Euro im Raume steht. Alles andere siehe Rhineland, siehe oben. Nebenbei wird erwähnt, daß Rhinebridge in den Konsolidierungskreis einbezogen werden wird. So kann man auch formulieren, daß man für die gesamten Verluste dieser Gesellschaft geradestehen muß.

Dazu 1 Mrd. Euro Ausfallrisiko im eigenen Kreditportefeuille der IKB, wieso eigenen?, Rhineland und Rhinebridge sind nur formal, aber nicht wirtschaftlich auszugrenzen...

Kurt Seifert, Mi, 08.08.2007-16:58


Freitag, August 10, 2007






Donnerstag, August 09, 2007




Mittwoch, August 08, 2007




IKB Verkaufsgerüchte, Aktie steigt nach Absturz - Kommentar


Chart: IKB


Eine ganz interessante Situation. Das Publikum spielt Bottom-fishing. Riesige Umsätze am Dienstag im Xetra, über 5 Mio Stück. Ich glaube das höchste, was es je in IKB als Tagesumsatz gab. Sieht man sich die Ausführungsliste an, zu 90% in Posten von 100 bis <1000 Stück gehandelt. Wenn nach den Auktionen der Nebenbörsen einmal größere fünfstellige Umsätze vorkamen, brach im W:0-Forum Jubel aus, weil diese "Riesenposten", diese "Eisberge", so glatt untergebracht wurden. Ob da keiner weiß, daß sich die Makler der anderen Börsenplätze in diesem Moment über Xetra lediglich glattgestellt haben? Ob sich da keiner fragt, wieso auch diese größeren Stückzahlen problemlos über Xetra abgewickelt werden? Ob sich da keiner fragt, wo das Material herkommt, mit dem die Nachfrage befriedigt wird?

Überhaupt geht alle Welt anscheinend davon aus, daß eine andere Geschäftsbank ein Übernahmeangebot für IKB unterbreitet, was oberhalb des jetzigen Kurses liegt. Ansonsten wird hundertfach wiederholt, daß ja "KfW und die anderen" die Verluste übernehmen würden. Auf den Punkt gebracht ist es, wenn man das genannte Forum als Maßstab nimmt, ausgemachte Sache, daß "die anderen" die Verluste der IKB übernehmen und die IKB ungeschoren davon kommt. Ebenso wie die freien Aktionäre von der ganzen Misere völlig unberührt bleiben werden.

Wenn diese Postings nicht so einen schönen Unterhaltungswert hätten, wäre ich nicht nur fassungs- sondern wohl auch sprachlos.

Anscheinend hat man den Vorstandsvorsitzenden der IKB völlig voreilig und ungerechtfertigt aus dem Haus gejagt. Anscheinend sind die Milliarden an Ausfallbürgschaften und Stützungszusagen völlig überflüssig. Anscheinend ist das ganze Thema im Grunde gar kein Thema mehr.

Natürlich ist nicht bekannt, ob und in welcher Höhe Verluste aus minderwertigen US-Immobilienkrediten eintreten werden. Daß hier jedoch weder der Höhe noch der Wahrscheinlichkeit nach bisher von irgendeiner damit befassten Seite eine Aussage gemacht wurde, werte ich als schlechtes Zeichen für die IKB. Anscheinend ist es gar nicht so einfach die Sache zu bewerten. Die Summen, die da bis jetzt als Hilfsleistungen genannt werden, lassen m.E. vernünftigerweise nur den einen Schluß zu, nämlich daß das Eigenkapital der IKB mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren ist. Oder soll man davon ausgehen, daß KfW und Konsorten nur 'mal so eben aus Jux diese Beträge in dieser Höhe garantieren?

Natürlich ist das laufende Geschäft der IKB in Deutschland werthaltig. Die jetzigen Alt-Aktionäre werden voraussichtlich nur nichts davon haben, weil die wahrscheinlichen Verluste diesen Wert übersteigen werden und man den Geschäftsbetrieb verscherbeln muss, um teilweise Verlustdeckung zu erreichen. Der Wirtschaftsbetrieb IKB wird überleben. Möglicherweise sogar in seiner jetzigen juristischen Form. Jedoch wird man, wie ja auch bereits angekündigt, eine Kapitalzuführung vornehmen müssen. Und da die neuen Kapitalgeber es kaum akzeptieren werden, daß die heute gehandelten 88 Mio.Aktien an künftigen Gewinnen den gleichen Anteil haben wie die neuen Aktien, obwohl sie gar keinen Wert mehr darstellen, wird man durch einen vorangegehenden Kapitalschnitt dafür sorgen, daß sich die Beteiligung der Altaktien am künftigen Geschäft entsprechend vermindert.

Möglicherweise liegt ein Riesenirrtum und eine riesige Fehleinschätzung der Gesamtsituation vor? Kann sein. Möglicherweise übernimmt der US-Staat die Risiken des Marktes? Kann sein. Möglicherweise schafft die Fed mit der anstehenden Sitzung und durch geeignete Maßnahmen eine Situation und Atmosphäre, daß die unhandelbaren Darlehenspakete plötzlich wieder marktgängig und zinsbringend werden? Kann sein. Möglich ist alles. Möglicherweise bin ich ein kompletter Idiot, der nicht die Situation begreift und die Lage völlig falsch einschätzt. Möglicherweise sahen wir heute aber auch eine der größeren Verirrungen des Börsenpublikums. Ich bin gespannt.

Kurt Seifert, Di, 07.08.2007


Freitag, August 03, 2007



Donnerstag, August 02, 2007